Sonntag, 20. September 2026

Disorder - Inspirations To Hamlet (MC, 1995)

Es gibt etwas neues von Disorder, zwar nur ein Tape, aber das ist auch etwas besonderes. Die Band aus Trier hat für eine Aachener Theatergruppe den Soundtrack zu "Hamlet" geschrieben. Sieben Stücke, die die Stimmung der Handlung widergeben und untermalen. So beginnt der Reigen mit "Introduction To Hamlet" mit einem Intrumental, bei dem eine schöne Flötenmelodie im Mittelpunkt steht, begleitet von akustischer Gitarre. Weiter geht es mit "True Love Showers", das eine typische Disorder-Ballade darstellt, vorgetragen von Stefan Lamberts. Ein Zwischenstück, zum Verbinden der einzelnen Szenen des Theaterstückes, ist das ebenfalls instrumentale "Reprise", das von dem Klassiker "Absence" gefolgt wird, diesmal in einer ganz anderen Fassung, nur mit Gitarre begleitet, fügt sich sehr gut in die bisherige Stimmung ein. Bombastisch, heroisch, mittelalterlich, so könnte man "Helsingör" bezeichnen. Disorder go Dead Can Dance? Paßt eigentlich gar nicht so zur Band, obwohl man schon ihre wesentlichen Charakterzüge wie auch in den anderen Stücken heraushört. Den Höhepunkt gibt es dann mit "Belial", das sicherlich zu einem der schönsten Disorder-Songs gehört, sollte auf jedenfall nicht auf der nächsten CD fehlen. Den Abschluß bildet "Hamlet Collage", in der nochmals die musikalischen Themen des Tapes aufgearbeitet werden. Auch ohne das Schauspiel gesehen zu haben, kann man sich schon etwas vorstellen, ansonsten eigent sich "Hamlet" auch gut nur zum Zuhören.

(Text aus The Torturer Nr. 10)

  

The Torturer Nr. 10 - September 1995

"Liebe Freunde des Torturers,
dieses Heft, die Nummer 10, wird in dieser Art das letzte sein. Einige Umstände zwingen mich zu einem drastischen Einschnitt, der vielleicht auch zunächst zu einem kleinen Qualitätsverlust führen wird.
Ich habe beruflich einen neuen Posten übernommen, der mich mehr in Anspruch nimmt, als ich zunächst angenommen hatte. Mir bleibt daher nicht mehr die Zeit, die ich gerne für den Torturer aufwenden würde. Ich bitte hierfür um Verständnis, denn neben dem Fanzine habe ich schließlich meinen Beruf, mit dem ich mein Geld verdiene, sowie eine Familie, die mich nicht immer nur vor den PC antreffen möchte.
Daher wird der Torturer vom Umfang her um etwa ein Drittel zurückgeschraubt werden müssen, und zunächst wie gehabt dreimal im Jahr erscheinen. Zunächst hatte ich vor, den gesamten EBM/Electro-Part nicht mehr zu berücksichtigen, aber nach weiteren Überlegungen fand ich es nicht fair gegenüber den Mitarbeitern, die gerade diese Sparte in den letzten Heften mit Leben bestückt haben. Es wird also ein Verhältnis von 2:1 in Sachen Gothic zu EBM weiterbestehen bleiben. Jedoch werden wir aufgrund der verminderten Seitenzahl die Folterkammer etwas reduzieren müssen, die momentan fast ein Drittel des Heftes beansprucht. Ich denke daran, die Besprechungen etwas zu kürzen oder auch teilweise nur Kurzbesprechungen abzudrucken. Auch hier bitte ich um Verständnis bei allen Lesern und auch den unzähligen Firmen, die uns mit entsprechendem Material versorgen. Gerade letzteren möchte ich hiermit ganz herzlich danken.
Der Torturer wird auf jeden Fall weiterbestehen, das liegt mir sehr am Herzen. Irgendwie ist er ein Teil von mir geworden, den ich so ohne weiteres nicht aufgeben möchte. Daher sind halt zur Zeit einige einschneidende Veränderungen notwendig.
An dieser Stelle möchte ich auf den neuesten Tape-Sampler hinweisen, der von Electro-Mann Jochen Hegert zusammengestellt wurde, und in den nächsten zwei Monaten fertiggestellt sein wird. Weiteres hierzu in der Shorties.
Noch ein weiterer Hinweis in eigener Sache: der nächste Torturer, die Nummer 11, wird erst Mitte Januar erscheinen können, da ich mich fast den ganzen Dezember mit Hula-Musik auf Hawaii berieseln lassen werde. Die weiteren Veröffentlichungstermine werden dann Mai, September und Januar sein.
Für das nächste Heft suche ich noch interessierte Bands aus dem Bereich Wave/Gothic für den Tape-Sampler „The Torturer Vol. 4“. Einige Bands stehen schon fest, unter anderem After Darkness, Beyond The Wall Of Sleep und Vidi Aquana. Also, her mit den Demos, gleichfalls wird natürlich auch ein Interview im Heft abgedruckt.
So, jetzt habe ich genug geschrieben, ich wünsche allen viel Spaß mit dem neuen Heft."

(Text aus dem Vorwort)

 

Hier kann das Heft eingesehen werden. 
 

Freitag, 18. September 2026

Cadra Ash - Cadra Ash (MC, 1995)

Nur ein Jahr nach der Gründung erschien dieses erste Demo mit vier Tracks dieser bis ins neue Jahrtausend bestehenden Gothic Rock-Band aus dem Ruhrgebiet. Mit ist vor allem schon damals "Sed De Ti" aufgefallen, das sicherlich eines der bekanntesten Stücke sein dürfte. Auch "Act Of Violence" wurde  damals in der Szene gerne gehört.  Wenn ich mich richtig entsinne habe ich Cadra Ash in der M-Box in Kaisersesch live gesehen.  


Beyond The Wall Of Sleep - Psychic Burnout (MC, 1995)

Dies ist das zweite Tape der Formation aus dem Raum Aachen mit insgesamt 6 Tracks. Das instrumentale Intro fließt zunächst ruhig dahin und nimmt dann deutlich an Fahrt auf. Die folgenden Songs sind geprägt von einem wummernden Baß, treibenden Drums und der sehr düsteren Stimme. Trotz nicht so guter Soundqualität kann man sich das heute immer noch gut anhören. 

The House Of Usher - Enter The House Of Usher (MC, 1995)

Ein weiteres Tape für die Fans von The House Of Usher erschien 1995 als single-sided Cassette mit fünf Tracks in einer limitierten, handnummerierten Auflage von 50 Exemplaren. Beigefügt war die erste Ausgabe des Nekrolog, dem Newsletter der Band. Verpackt war das Ganze in einem bedruckten Briefumschlag.

The House Of Usher - Black Sunday | Relic (MC, 1994)

Dieses Tape gibt es in als C60 und C90 und wurde zu Promo-Zwecken erstellt und durfte ausdrücklich kopiert und verteilt werden. Ziel war es, Kontakte für eine Tour in Italien im Oktober 1994 zu gewinnen.
Die kürzere Version enthält neben sämtlichen Tracks des Mini-Albums "Black Sunday" von 1993 auch noch die zwei eigenen Tracks der Split-Single "Relic", die zusammen mit Bluefield ebenfalls 1993 auf  1000 Exemplare limitiert veröffentlicht wurde.
Das längere Tape wartete zudem noch mit reichlich Bonusmaterial auf. Neben fünf älteren Tracks wurden auch die Live-Qualitäten mit Aufnahmen von Konzerten in Wittlich und Koblenz präsentiert.

From The Dragon´s Mouth 1 + 2 (Fight Amnesia, MC, 1995)

Zwei Tape-Compilations erblickten am Ende des Jahres das Licht der Welt, zusammengestellt von  Janis Kalifatidis von Into The Abyss aus Darmstadt.

Vol. 1:  Artica (I), Flowers Of Romance (GR), Grass Harp, Vendemmian (GB), Into The Abyss, Siela (LIT), Red Harvest (N), Meridian (AUS), Ataraxia (I), Burning Dollhouse , Beyond The Wall Of Sleep, Dunkelheit (N), Land Of Passion (F).

Vol. 2: Sweet William, Into The Abyss, The Brotherhood Of Pagans (F), Stone 588 (USA), Endless, Theatre Of Tragedy (N), Sofia Run (USA), In Sensorium (GB), Simon Dreams In Violet (I), Oberon, Am Tag unter Null, Wasteland (I), Missed In Diary (USA), Scarlet Harbour.

 

Scarlet Habour - The Traitor Comes (CDR/MC, 1995)

"1991 war das Geburtsjahr des Projektes SCARLET HARBOUR, in dem Wolfgang Scholz, Betreiber des innovativen Cassettenlabels NCT zusammen mit befreundeten Musikern an der Umsetzung eigener musikalischer Ideen arbeitete.
THE TRAITOR COMES ist die seit langem geplante Zusammenstellung des bisher größtenteils aif Samplern veröffentlichten Materials, ferner werden etliche bisher unveröffentlichte Stücke, aus der neuen Stammbesetzung Scholz/West, einem begrenzten Publikum preisgegeben. Eine geringe Anzahl erscheint dabei als 1:1 bespielte CD."  

Zunächst erschien das Album als CDR mit einem farbigem Booklet in einer streng limitierten Auflage von 6 Exemplaren. Danach war es als MC erhältlich. 

 

 Das Booklet ist HIER einsehbar.

The Torturer Vol. 3 (MC, 1995)

Mit der neunten Ausgabe des Magazins wurde auch die neue Compilation veröffentlicht. Dabei waren vertreten: Chateua Royale (GB), The Faith, Cream 8, Dead Souls Rising (F), Crimson Joy, Also, Grass Harp, Lucie Cries (F), Kiss The Blade (A), Midnight Configuration (GB) Shadowplay, Passion Play, Realm Of Doom.

Donnerstag, 17. September 2026

Katalog Nr. 20 (Juni 1995)

Im Sommer 1995 erschien ein neuer Katalog, in dem aber lediglich ein paar CDs aufgenommen wurden.


Hier kann der Katalog eingesehen werden.