Sechs Wave-Songs aus dunkler Melancholie in Verbindung mit wenigen Popeinflüssen lassen eine bizarre Atmosphäre entstehen. Lehnte sich die jetzt zum Trio geschrumpfte Band früher noch stark an Cure an, so sind diese Strukturen gänzlich zugunsten eines eigenen Sounds verdrängt worden. Diese neue Eogenständigkeit wird schon durch den Titelsong bewiesen, bei dem sich im Hintergrund ein wummernder sphärischer Bass schlängelt. Dazu der leicht klagende Gesang, was will man mehr? Etwas brachialer beginnt „The Sign“, die Gitarre erscheint leicht noisy, begleitet von einer netten Melodie im Background, schwerfällige, schleppende Drums. Das krasse Gegenteil hierzu dann bei „Bell“, das nur von einem sanften Keyboardteppich und den Vocals bestimmt ist. Der Hammer des Tapes ist jeodch „The Cage“, das einfach zu einem Hit werden muß, ein tolles Wave-Stück mit gutem Gitarrenspiel, dürfte jeden ansprechen. The Faith scheinen eine Ban der Gegensätze zu sein, denn als nächstes lassen sie ihrer psychedelischen Ader freien Lauf: „Cat“. Zum Abschluß folgt dann mit „Xenophobia“ nochmals eine wunderschön verträumte, nebenverhangene Ballade. Aufgrund der Qualität der Songs gibt es als Ergebnis ein dickes Plus.
(Text aus The Torturer Nr. 8/Februar 1995)

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